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Plattdeutsche Geschichten
Sabine Schierholz und Ernst Meier

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Ollerhand öwwer den Februar            2.2.08

 In den aulen römisken Kalenner was de Februar de läßte Monat. DorĂĽmme sind an den Monat auk de Schaltdage anhängt worn; ollet, wat an´n Johresenne an Dagen öwwer was, word den Februar teoschlaan. DĂĽsser Briuk word bĂĽi ollen Kalennerreformen öbernommen und dorĂĽmme ess auk för us de Februar de Schaltmonat. SĂĽit den tweuten Johrhunnert v. Chr. ess de Februar de tweute Monat un heu hät sĂĽinen Nomen no den römisken Reunijungsfest (lat. februare = reunijen). Domols word den Februar in Gemeunjohren 29 Dage und in Schaltjohrn 30 Dage teoräcknet. Keuser Augustus hät dat met sĂĽiner Kalennerreform ännert und dono hät de Monat 28 Dage un in Schaltjohr 29 Dage hat, seo os wĂĽi dat vandage nau kennen. De wichtigste Dag för de Luie in´n Lippsken was Lechtmissen an´n 2. Februar un doteo gaff et velle Biuernregeln. „Lechtmissen mott de Winter hechebissen, sĂĽss kĂĽmmet heu wisse“, see de Luie. Un teo Lechtmissen droffte örst de Hälfte van den Wintervörrot verbriuket sĂĽin. Lechtmissen was auk wichtig, wĂĽil aff den Dag wier Natiuraljen an den Denstherrn, den Pasteor un den Köster affgiewen wern moĂźten un dat was för de Höwe eune teosätzlike Last. An´n Enne van den Monat löjjen SĂĽnte Peiter (22.02.) un Mattkesdag (24.02.), do geuht no den Biuernregeln de Winter teo Enne: „SĂĽnne Peiter, denn geiht de Winter wuider“ un „Wat Lechtmissen nich sach, dat suiht Matteksdag“ word sächt. För de jungen Luie was de Valentinsdag wichtiger. An dĂĽssen Dag gaff man sich cherne dat „Verspreken“ un et word lofft, dat dat GlĂĽck för de Euhe bedĂĽtt. Un öwwer glĂĽcklike Eheluie word sächt: „För de beuden ess nau jĂĽmmer Valentinsdag.“

Allerhand ĂĽber den Februar

 In dem alten römischen Kalender war der Februar der letzte Monat. Darum sind an den Monat auch die Schalttage angehängt worden; alles, was am Jahresende an Tagen ĂĽbrig war, wurde dem Februar zugeschlagen. Dieser Brauch wurde bei allen Kalenderreformen ĂĽbernommen und darum ist auch fĂĽr uns der Februar der Schaltmonat. Seit dem zweiten Jahrhundert v. Chr. Ist der Februar der zweite Monat und er hat seinen Namen nach dem römischen Reinigungsfest. Damals wurden dem Februar in normalen Jahren 29 Tage und in Schaltjahren 30 Tage zugerechnet. Kaiser Augustus hat das mit seiner Kalenderreform geändert und danach hat der Monat 28 Tage und im Schaltjahr 29 Tage gehabt, so wie wir das heute noch kennen. Der wichtigste Tag fĂĽr die Leute in Lippe war Lichtmess am 2. Februar und dazu gab es viele Bauernregeln. „Lichtmess muss der Winter aus Angst fortlaufen, sonst kommt er heftig“, sagen die Leute. Und zu Lichtmess durfte erst die Hälfte vom Wintervorrat verbraucht sein. Lichtmess war auch wichtig, weil auf den Tag genau wieder Naturalien an den Dienstherrn, den Pastor und den KĂĽster abgegeben werden mussten und das war fĂĽr die Höfe eine zusätzliche Last. Am Ende des Monats lagen Heiliger Peter (22.2.) und Matthiastag (24.2.), da geht nach den Bauernregeln der Winter zu Ende: „Heiliger Peter, dann geht der Winter wieder“ und „Was Lichtmess nicht sah, das sieht Matthiastag“ wurde gesagt. FĂĽr die jungen Leute war der Valentinstag wichtiger. An diesem Tag gab man sich gerne das „Versprechen“  und es wurde geglaubt, das das GlĂĽck fĂĽr die Ehe bedeutet. Und ĂĽber glĂĽckliche Eheleute wurde gesagt: „FĂĽr die beiden ist noch immer Valentinstag.“