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Plattdeutsche Geschichten
Sabine Schierholz und Ernst Meier

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Ă–wwern Aprilscherz  29.03.08

 Eunen Aprilscherz kennt wall jeuder un jeuder hät ol mol eunen Minsken in den April schickt eoder ess sĂĽmt in den April schickt worn. TeominĂźen wörd de lippske Landeszeitung an´n örsten April besunners upmerksom lesen, domet man den Aprilscherz auk finnet un nich de Läßte in´n Lippsken ess de wach wärt. Aprilscherze gifft sĂĽit den 16. Johrhunnert in noheteo ganĂź Europa. Ă–rstmols upschrieben un öwwerlewwert word de Riedensort „in den April schicken“ 1618 in Bayern. Met den Iutwannerern es de Briuk auk no Nordamerika kommen. Wo et den örsten Aprilscherz giewen hät weut keuner genau, do gifft et eunige Theorien.

Eune dovan vatellt van´n Rüiksdag in Augsburg. Do soll 1530 dat Geldwesen regelt wern un de 1. April word os „Münzdag“ iutschrieben. Öber doriut word dänn nicks, wüil de Tüit teo knapp was. De Spekulanten, de ühr Geld up düssen Dag fastesett´t hät, hät nich nau ühre Talers verlorn, seu sind auk nau iutlacht worn. Dat ess öber blauß eune van vellen Geschichten öwwer den örsten Aprilscherz.

No müinen Befinnen hät de BBC den drolligsten Aprilscherz maket: 1957 hät de engelske Fernsehsender eunen Film öwwer de Spaghetti-Ahrnten in de Schweiz brocht. Do word van eunen bekannten Fernsehspreker wat öwwer de Spaghettibäume in´n Tessin un de Biuern vatellt, de up eune geoe Arnten hoppen, wüil de Winter seo mild was. Un wüil Spaghetti domols in England nau wat ganß besunnert wörn, dat dat mänjer lofft. Hunnerte hät büin Sender anreopen un froget, of dat dänn süine Richtigkeut hät un mänjer Hobbygörner hät wetten wolln, of heu den Spaghettibaum auk in süinen Gorn´n planten konn.

Ăśber den Aprilscherz

Einen Aprilscherz kennt wohl jeder und jeder hat einmal einen Menschen in den April geschickt oder ist selbst in den April geschickt worden. Zumindest wird die lippische Landeszeitung am ersten April besonders aufmerksam gelesen, damit man den Aprilscherz auch findet und nicht der letzte in Lippe ist, der wach wird. Aprilscherze gibt es seit dem 16. Jahrhundert in nahezu ganz Europa. Erstmals aufgeschrieben und überliefert wurde die Redensart “in den April schicken” 1618 in Bayern. Mit den Auswanderern ist der Brauch auch nach Nordamerika gekommen. Wo es den ersten Aprilscherz gegeben hat, da gibt es einige Theorien.


Eine davon erzählt vom Reichstag in Augsburg. Da sollte 1530 das Geldwesen geregelt werden und der 1. April war als “Münztag” ausgeschrieben. Aber daraus wurde dann nichts, weil die Zeit zu knapp war. Die Spekulanten, die ihr Geld auf diesen Tag festgesetzt hatten, haben nicht nur ihre Taler verloren, sie sind auch noch ausgelacht worden. Das ist aber bloß eine von vielen Geschichten über den ersten Aprilscherz.

Nach meinem Befinden hat die BBC den drolligsten Aprilscherz gemacht: 1957 hat der englische Fernsehsender einen Film über die Spaghetti-Ernte in der Schweiz gebracht. Da wurde von einem bekannten Fernsehsprecher was über die Spaghettibäume im Tessin und den Bauern erzählt, die auf eine gute Ernte hofften, weil der Winter so mild war. Und weil Spaghetti damals in England noch was ganz besonderes waren, haben das manche geglaubt. Hunderte hatten beim Sender angerufen und gefragt, ob das denn seine Richtigkeit hat und mancher Hobbygärtner hat wissen wollen, ob er den Spaghettubaum auch in seinen Garten pflanzen kann.