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Plattdeutsche Geschichten
Sabine Schierholz und Ernst Meier

zurĂĽck zur Ăśbersicht 2008

De Iutflug teon HĂĽcker Moor    14.06.08

 Teon Johretprogramm anner Uni Bielefeld gehort de zoologisken Uibungen in´n HĂĽcker Moor bĂĽi Herford. Do gifft et an den DĂĽik eunen Bootsverleih un eune Wertschaft. De Exkursion teon HĂĽcker Moor word cherne maket, wĂĽil man no den Unnersoikungen glĂĽick an Eort un Stie Kaffe eoder eun Beuer drinken konn.

An düssen Dag was Gewässerbiologie anner Rüijje un de Studenten moßten upn Düik hariutriudern, ümme Waterproben teo niehmen un Messungen teo maken. De Studenten sind van den Lehrern up de vöre Boote updeilt worn – in jeudet vöre Luie. Jümmer wenn eun Boot vull was, word et van´n Stägg wägsteuten upet oppene Water. Os olle vöre Kähne upn Wäg wörn un blauß nau de Lehrer upn Stägg stönnen, ess eunen upfallen, dat de Luie innen läßten Boot ühre Ruder vergetten hät. Trüjjekommen konn´n seu nich un dorümme word den Kerls in´n vörläßten Boot teoreopen, seu sall den annern Boot mol de Ruder achterher bringen. Dat woll de auk deon, öber büin Wennemanöver sind änne ühre Ruder int Water rutskt un do konn seu auk nicks mahr maken. Unnertüits hät sick de Luie in den örsten beuden Booten teo wüit an dat Oiwer tiejenöwwer wogen un do hät seu sick in den Bäumen verfangen. Do sind dänn olle vöre Boote manövierunfähig wesen un de Lehrer upn Stägg hät sick wunnert, wat ollet passörn kann, wänn man et met Studenten teo deon hät. Euner van änne moßte dänn ümmen Düik harümme laupen un van´n annern Oiwer iut de beuden Boote lausmaken. Dono konn seu de verlornen Ruder insammeln un de doddelgen (= vergesslichen) Studenten de Ruder nodregen. No düssen lüttken Twiskenfall ess et öber doch nau eun schöner Iutflug wesen.

Der Ausflug zum HĂĽcker Moor

 Zum Jahresprogramm an der Uni Bielefeld gehören die zoologischen Ăśbungen im HĂĽcker Moor bei Herford. Da gibt es an dem Teich einen Bootsverleih und eine Wirtschaft. Die Exkursion zum HĂĽcker Moor wurde gern gemacht, weil man nach den Untersuchungen gleich an Ort und Stelle Kaffee oder ein Bier trinken konnte.

An diesem Tag war Gewässerbiologie an der Reihe un die Studenten mussten auf den Teich hinausrudern, um Wasserproben zu nehmen und Messungen zu machen. Die Studenten sind von den Lehrern aud die vier Boote aufgeteilt worden – in jedes vier Leute. Immer wenn ein Boot voll war, wurde es vom Steg weggestoßen auf das offene Wasser. Als alle vier Kähne auf dem Weg waren und nur noch die Lehrer auf dem Steg standen, ist ihnen aufgefallen, dass die Leute im letzten Boot ihre Ruder vergessen hatten. Zurückkommen konnten sie nicht und darum wurde den Männern im vorletzten Boot zugerufen, sie sollten dem anderen Boot mal die Ruder hinterher bringen. Das wollten die auch tun, aber beim Wendemanöver sind ihnen ihre Ruder ins Wasser gerutscht und da konnten sie auch nichts mehr machen. Unterdessen haben sich die Leute in den ersten beiden Booten zu weit an das Ufer gegenüber gewagt und da haben sie sich in den Bäumen verfangen. Da sind dann alle vier Boote manöverierunfähig gewesen und die Lehrer auf dem Steg haben sich gewundert, was alles passieren kann, wenn man es mit Studenten zu tun hat. Einer von ihnen musste dann um den Teich herumlaufen und vom anderen Ufer aus die Boote losmachen. Danach konnten sie die verlorenen Ruder einsammeln und den vergesslichen Studenten die Ruder nachtragen. Nach diesem kleinen Zwischenfall ist es aber doch noch ein schöner Ausflug gewesen.